Ausgangspunkt: Marktplatz
Gehzeit: 1-2 Stunden
Markierung: Gassenbezeichnung, Beschilderung der historischen Bauwerke mit braunen Tafeln
Klassifikation: Ortsspazierweg
Höhenunterschied: sehr gering
Der historische Rundwanderweg Oberzeiring führt Sie auf oft schmalen Wegen durch den inneren Markt und erzählt Ihnen dabei über die Geschichte des Marktes, erläutert anhand seiner historischen Gebäude.
Die Wanderung beginnt am Marktplatz und geht dann über die Pfarrkirche entlang der Hauptstraße bis zur Elisabethkirche, von dort weiter in den römischen Ortskern von Oberzeiring und dann über die Bachstraße wieder zurück.
Wenn Sie diesen Weg zurücklegen, wird Ihnen auffallen, daß jedes Haus, vor dem Sie stehenbleiben und dessen Beschreibung Sie im "Führer zum historischen Rundwanderweg" durchlesen, die sg. Taferngerechtsame, das ist die Berechtigung zum Ausschank von Eigenprodukten, also etwa wie heute eine Buschenschank, hatte. Und tatsächlich waren bis auf 2 Häuser 1804 alle Häuser im Markt Gasthäuser.
Somit bekommt Ihre Wanderung durch die Jahrhunderte auch einen kulinarischen Hauch. Und wenn Sie dann ein oder gar zwei Stunden durch den Markt gewandert sind, dann können Sie ja eines der heute noch bestehenden gastlichen Häuser besuchen.
Zuvor möchten wir Ihnen allerdings noch eine Auswahl der Highlights unseres Weges präsentieren:
Das Haus zum Platzbäcken
In der Mitte des Marktplatzes steht ein großes Haus, das Ihnen, wenn Sie Oberzeiring einmal reel und nicht virtuell besuchen, sicherlich auffallen wird. Das war eine der ehem. zwei großen Bäckereien von Oberzeiring. Ihre Größe kann man auch daran ersehen, daß diese Bäckerei das Bürgerspital und auch das Armenhaus finanzierte. Nachdem es 1911 vom Staat angekauft wurde, fanden darin bis in die 70er Jahre das Bezirksgericht, und seitdem der Gendarmerieposten und die Post Unterkunft.
Die Pestsäule
In der Mitte des Marktplatzes wurde 1780 ein Pestsäule errichtet, die einen unmittelbar nach der Pest dort errichteten Bildstock ablöste. Der Pest fielen in Oberzeiring vom November 1714 - Mai 1715 registriert 55 Menschen zum Opfer, manche Höfe verloren alle ihre Bewohner. Die Säule zeigt heute den Hl. Florian, die Hl. Maria und den Hl. Rochus.
Die Pfarrkirche
zum Hl. Nikolaus ist sicherlich auch eine bemerkenswerte Station unseres Weges. Wenn Sie eine Beschreibung des Gotteshauses sehen wollen, dann gehen Sie auf [Infos] und [Pfarrkirche].
Das Kellerhaus
So viele Gasthäuser in Oberzeiring brauchten natürlich auch viel Wein. Dieser war im sg. Kellerhaus untergebracht, das noch heute 6 m tiefe Keller besitzt, die wohl genug Platz für Wein bieten.
Die Hackenschmiede
In Oberzeiring wurde im 18. und 19. Jh Eisen abgebaut, ein Teil davon wurde in der Oberzeiringer Hackenschmiede zu Hacken (Äxten) verarbeitet. In diesem Werk brach 1807 ein Feuer aus, das beinahe den gesamten Markt vollständig vernichtete.
Das älteste urkundlich erwähnte Wohnhaus von Zeiring ist das
Haus im Markt
Dieses Haus ist als "Haus im Markt" bereits 1527 genannt. Besonders interessant ist, daß man von diesem Haus von jedem Stock aus in den Garten gelangt, da das Haus von hinten völlig zugeschüttet wurde. Dies geschah, als Maria Theresia das Wasser aus dem Bergwerk heben lassen wollte und dazu einen Stollen baute, der hinter diesem Haus ins Freie mündet. Von dort aus führten Leitungen das Wasser in einen 30 m tiefen Schacht, an dessen Ende ein Wasserrad angebracht war, das die Pumpen, die das Wasser aus dem Berg pumpten, antrieb. So wollten die kaiserlichen Ingenieure ein perpetuum mobile schaffen. Auf diese Weise versuchte man 30 Jahre lang, Wasser aus dem Berg zu bekommen, allerdings scheiterten alle Versuche.
Ein weiterer Höhepunkt ist sicherlich
Die Knappenkirche zur Hl. Elisabeth
In der wunderschöne mittelalterliche Fresken zu bewundern sind. Möchten Sie eine Beschreibung davon sehen, so gehen Sie über den Button [infos] zur [Elisabethkirche]
Der älteste Teil von Oberzeiring ist:
Der römische Ortskern
Am Taläußeren von Oberzeiring liegt der römische Ortskern von Oberzeiring, an dem die Norische Hauptstraße vorbei führt. Sehenswert sind hier die wunderschönen, kleinen, schmucken Häuser, in denen in nur einem Stock oft unzählige Gewerbe auf einmal untergebracht waren.
Alle Informationen zum Wanderweg erhalten Sie bei einer Führung.
Voranmeldungen unter 0650/3520404.